Wenn Sie eine Reise nach Nevada planen, stellen Sie sich früher oder später diese Frage. Die Antwort ist nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. Kommt es auf das berühmte „Strip“-Schild an oder auf die citynahe Downtown-Area? Zählt jedes Hotel mit einarmigen Banditen oder nur echte Spielbanken mit Tischspielen? Las Vegas beherbergt weit über 100 Casinos, aber die genaue Zahl hängt davon ab, wie man den Begriff definiert. Für Spieler aus Deutschland, die die Glücksspiel-Hauptstadt der Welt besuchen wollen, ist diese Unterscheidung entscheidend, um die richtigen Hotspots nicht zu verpassen.

Offizielle Zahlen: Casinos auf dem Strip und Downtown

Las Vegas ist keine einzelne Stadt im engen Sinne, sondern ein Patchwork aus verschiedenen Gebieten. Der „Las Vegas Strip“ gehört verwaltungstechnisch größtenteils zu Paradise und Winchester, nicht zur eigentlichen Stadt Las Vegas. Wenn Touristen von „Vegas“ sprechen, meinen sie meist diesen 6,8 Kilometer langen Abschnitt des Las Vegas Boulevard. Hier finden sich etwa 30 der weltweit größten und bekanntesten Casino-Resorts. Dazu zählen Schwergewichte wie das Bellagio, das Venetian, das MGM Grand und das Caesars Palace. Diese Häuser bieten nicht nur Glücksspiel, sondern Tausende von Hotelzimmern, Gourmetrestaurants und Show-Bühnen.

Downtown Las Vegas, das historische Zentrum, beherbergt weitere 20 bis 25 Casinos. Der Fremont Street Experience, eine überdachte Fußgängerzone mit Lichtshows, ist das Herzstück dieser Gegend. Hier finden sich klassische Orte wie das Golden Nugget, Binion’s und das Four Queens. Die Atmosphäre ist hier anders: Es geht dezenter, historischer und oft auch günstiger zu als am glanzvollen Strip. Wer echtes „Old School“-Vegas-Feeling sucht, wird hier fündig. Die Rückkehrquote (RTP) an den Spielautomaten ist hier zudem oft etwas höher, da die Betriebskosten der Casinos niedriger sind als in den monumentalen Resorts am Südrand der Stadt.

Unterschied zwischen Voll-Casinos und Spielautomaten-Lounges

Die Verwirrung bei der Zählung entsteht durch die unterschiedlichen Glücksspiellizenzen. Das Nevada Gaming Control Board unterscheidet zwischen „Non-Restricted“ und „Restricted“ Gaming Licenses. Ein Casino mit einer nicht-eingeschränkten Lizenz darf unbegrenzt Spielautomaten und beliebige Tischspiele wie Blackjack, Roulette, Craps und Poker anbieten. Es gibt in der Metropolregion Las Vegas rund 60 solcher Voll-Casinos. Das sind die Orte, die man sich als Spieler vorstellt: riesige Spielsäle mit Schwarzjack-Tischen, Roulette-Rädern und Cash-Games.

Die weitaus größere Zahl sind „Restricted“-Standorte. Diese Lokale – oft Bars, Supermärkte, Flughäfen oder kleine Casinos ohne Tischspiele – dürfen maximal 15 Spielautomaten betreiben. Wenn Sie diese Tavernen und „Slots Lounges“ mitzählen, steigt die Zahl auf über 200 Standorte im Clark County. Für einen ernsthaften Spieler sind diese Orte eher zweitrangig. Die Auszahlungsquoten sind hier in der Regel schlechter, und das gesellschaftliche Erlebnis fehlt. Wenn Sie wissen wollen, wie viele Casinos es in Las Vegas gibt, die das volle Programm bieten, liegt die Antwort bei etwa 60. Suchen Sie nur einen Ort, um schnell ein paar Cents in einen Einarmigen Banditen zu werfen, sind es über 200.

Größenvergleich: Las Vegas im weltweiten Kontext

Vergleicht man die Dichte der Spielbanken mit anderen Glücksspielmärkten, zeigt sich die Dominanz von Nevada. Macau, oft als „Las Vegas des Ostens“ bezeichnet, hat weit weniger Casinos, generiert jedoch durch das VIP-Spiel mit hohen Einsätzen deutlich mehr Umsatz. In ganz Macau gibt es nur etwa 40 Casinos. Der Unterschied liegt in der Struktur: In Las Vegas ist das Casino oft nur ein Teil eines riesigen Unterhaltungskomplexes. In Macau steht das Glücksspiel klar im Vordergrund, insbesondere bei den Baccarat-Tischen, die den Löwenanteil des Umsatzes ausmachen.

Für deutsche Spieler ist ein weiterer Vergleich spannend: Wie verhält sich das Angebot zu Deutschland? Hier gibt es ein striktes duales System aus staatlichen Casinos und privaten Spielhallen. In ganz Deutschland gibt es rund 50 staatliche Spielbanken und etwa 250 private Spielhallen. Die Dichte an Glücksspielautomaten in deutschen Städten ist hoch, aber echte Casinos mit Tischspielen sind im Vergleich zu Las Vegas rar gesät. In Las Vegas finden Sie auf wenigen Kilometern konzentriert, was in Deutschland über das ganze Land verstreut ist. Dazu kommt die Freiheit der Einsatzlimits: In Las Vegas können Sie am Strip oft schon ab 5 Dollar oder weniger an Tischen spielen – unter der Woche und abseits der Hauptzeiten sogar ab 3 Dollar. In Deutschland sind die Limits durch den Glücksspielstaatsvertrag der GGL streng geregelt und deutlich niedriger, was die Gewinne, aber auch die Risiken begrenzt.

Die größten Casino-Resorts und ihre Besonderheiten

Unter den über 60 Voll-Casinos stechen einige durch schiere Größe hervor. Das Wynn Las Vegas und das benachbarte Encore verfügen zusammen über einen Casino-Floor von fast 10.000 Quadratmetern. Das MGM Grand war lange Zeit das größte Hotel der Welt und sein Casino ist gigantisch. Das Venetian/Palazzo Complex bietet ebenfalls eine der größten Spielflächen der Stadt. Diese Mega-Resorts sind darauf ausgelegt, den Gast niemals gehen zu lassen: Schlafzimmer, Essen, Shopping und Glücksspiel finden alle unter einem Dach statt.

Eine Sonderstellung nimmt das Golden Nugget in Downtown ein. Es ist eines der ältesten Casinos und besitzt den größten Einzelgoldklumpen der Welt, öffentlich ausgestellt im Tank eines Aquariums. Wer eher auf Pokern steht, ist im Rio All-Suite Hotel richtig, jahrelang Austragungsort der World Series of Poker (WSOP), obwohl das Turnier mittlerweile im Paris Las Vegas und Bally’s (jetzt Horseshoe) stattfindet. Für Spieler, die hohe Volatilität suchen, sind die High-Limit-Räume des Bellagio oder des Aria legendär. Hier werden Einsätze im fünfstelligen Dollar-Bereich pro Hand oder Spin an der Tagesordnung akzeptiert – etwas, das in deutschen Casinos kaum vorstellbar ist.

NameLageBesonderheitAnzahl Spielautomaten
MGM GrandStrip SouthGrößter Casino-Floor~2.500
BellagioStrip CenterHigh-Limit Slots~2.300
Golden NuggetDowntownHistorisches Flair~1.000
El CortezDowntownBeste RTP-Werte~400

Tipps für deutsche Besucher: Wo spielt es sich am besten?

Die Wahl des richtigen Casinos hängt stark von Ihrem Budget und Ihrem Spielstil ab. Am Strip zahlen Sie für das Ambiente, die Shows und die Architektur. Die Mindesteinsätze sind hier am höchsten. Ein Blackjack-Tisch erfordert oft 15 bis 25 Dollar Minimum, besonders am Abend und Wochenende. Downtown sind die Limits deutlich niedriger; hier finden Sie Blackjack oft noch für 5 oder 10 Dollar. Für Anfänger oder Spieler mit kleinerem Budget ist Downtown die ehrlichere Wahl. Die „Vibe“ ist bodenständiger, und die Dealer haben oft mehr Geduld mit Neulingen, die die Regeln noch lernen.

Ein weiterer Faktor ist die Rückkehrquote (RTP) an den Slots. Spielautomaten am Las Vegas Strip haben im Durchschnitt eine Auszahlungsquote von etwa 90 bis 92 Prozent. In den Lokalen abseits des Strips und in Downtown liegt die Quote oft bei 93 bis 95 Prozent. Das klingt nach wenig, macht aber bei längeren Sessions einen merklichen Unterschied für das Guthaben. Wenn Sie wissen, wie viele Casinos es in Las Vegas gibt, nutzen Sie dieses Wissen, um gezielt die Orte zu suchen, die Ihnen den besten Wert bieten. Vergessen Sie auch die „Locals Casinos“ nicht. Stationen wie das Palace Station oder das South Point bieten hervorragende Bedingungen, gutes Essen zu fairen Preisen und eine entspannte Atmosphäre fernab des Touristentrubels.

FAQ

Wie viele Casinos gibt es direkt am Las Vegas Strip?

Am berühmten Las Vegas Strip befinden sich etwa 30 große Casino-Resorts. Dazu zählen bekannte Namen wie das Bellagio, das Venetian, das MGM Grand und das Wynn. Diese Zahl umfasst nur die großen Komplexe mit Voll-Lizenz, nicht kleinere Spielautomaten-Lounges oder Bars.

Gibt es in Las Vegas Casinos ohne Alkoholausschank?

Nein, in den großen Casinos am Strip und in Downtown ist Alkohol für aktive Spieler oft kostenlos. Die Casino-Resorts profitieren davon, dass Spieler länger bleiben und mehr einsetzen. An Spielautomaten-Lounges oder kleineren Bars müssen Sie für Getränke bezahlen. Diese Praxis ist ein wesentlicher Unterschied zu Casinos in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, in denen Getränke in der Regel separat bezahlt werden müssen.

Wo sind die Gewinnchancen in Las Vegas am besten?

Die besten Gewinnchancen bieten sich abseits des Strips. In Downtown Las Vegas und in den „Locals Casinos“ sind die Rückkehrquoten an Spielautomaten um 1 bis 3 Prozent höher als am Strip. Auch Tischspiele haben oft niedrigere Mindesteinsätze und damit besser bewertbare Risiko-Rendite-Verhältnisse für Spieler mit kleinerem Budget. Das El Cortez in Downtown ist bekannt für seine großzügigen Auszahlungsquoten.